AUKTIONSBEDINGUNGEN DER ZAP

A.    Allgemeines
(1)    Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Pferdezüchter (im folgenden kurz ZAP genannt) führt auf der Online-Auktionsplattform pro-bit werbeagentur e.K., Volker Bialluch, Elbestraße 1, D - 26135 Oldenburg Versteigerungen von Pferden der Aussteller (welche die Verkäufer sind) durch und besteht die Rolle von ZAP darin,als Vermittler zu fungieren, indem ZAP eine Pferdehandelsplattform zur Verfügung stellt. 
(2)    Die Versteigerung erfolgt im fremden Namen auf fremde Rechnung vermittlungsweise im Internet, ZAP wird nicht Vertragspartner von Käufern und Verkäufern.

(3)     Zur Versteigerung werden Pferde (darin enthalten auch Fohlen) aller Rassen, soweit deren Verkauf gesetzlich zulässig ist, veröffentlicht. Nicht veröffentlicht werden Pferde, die nach den Umständen den Verdacht erwecken, dass sie entwendet, veruntreut oder geschmuggelt sind. Der Anbieter sichert die aufrechte Verfügungsberechtigung des jeweilig ausgestellten Pferdes zu. 

(4)    Die ZAP ist berechtigt, die Übernahme von Pferden ohne Angabe von Gründen abzulehnen.

(5)    Der Kaufvertrag über das Pferd kommt direkt zwischen dem Aussteller als Verkäufer und dem Bieter als Käufer zu Stande. ZAP wird nicht selbst Vertragspartner der im Rahmen der Auktionen abgeschlossenen Verträge.


B.    Anmeldung, Registrierung und Nutzung des Online Kontos 

1.    Anmeldung

(1)    Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter setzt die Registrierung als Nutzer der Online-Auktionsplattform voraus. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über das auf der Online-Auktionsplattform (im folgenden kurz „Plattform) bereitgestellte Registrierungsformular. Betreiber der Online-Auktionsplattform ist die pro-bit Werbeagentur e.K., Volker Bialluch, Elbestraße 1, D - 26135 Oldenburg. Ein Anspruch auf Anmeldung und Nutzung der Webanwendungen besteht nicht. Wenn durch unvorhergesehene Umstände wie einem Serverausfall oder einem Programmfehler etc. die Plattform vorübergehend nicht zur Verfügung stehen sollte, bestehen keine Ansprüche gegenüber ZAP, insbesondere haftet ZAP nicht für eine Verfügbarkeit, Erreichbarkeit oder Qualität der von ZAP zur Verfügung gestellten Anwendungen und Leistungen.

(2)    Das Absenden des Registrierungsformulars stellt gleichzeitig ein verbindliches Angebot an den Betreiber der Online-Plattform zum Abschluss eines Nutzungsvertrages dar. 

(3)    Die im Rahmen des Registrierungsprozesses abgefragten Daten sind bei Pflichtfeldern vollständig und korrekt anzugeben. Insbesondere ist es unzulässig, eine Tarnidentität zu nutzen. Der Nutzer hat bei der Registrierung wahrheitsgemäß anzugeben, ob er die Online-Auktionsplattform in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit nutzt. In diesem Fall muss der Nutzer seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben.

(4)     Natürliche Personen müssen zum Zeitpunkt der Registrierung volljährig und unbeschränkt geschäftsfähig sein. Bei der Anmeldung natürlicher Personen dürfen nur einzelne Personen als Nutzer angegeben werden.

(5)    Die Anmeldung einer juristischen Person oder Personengesellschaft darf nur von einer vertretungsberechtigten natürlichen Person vorgenommen werden, die namentlich genannt werden muss. 

(6)     Ändern sich nach der Anmeldung die bei der Registrierung angegebenen Daten, so ist der Nutzer verpflichtet, die Angaben in seinem Nutzerkonto unverzüglich zu aktualisieren.

(7)    Jede natürliche Person, jede juristische Person und jede Personengesellschaft darf sich nur einmal bei der Online-Auktionsplattform registrieren. Das Nutzerkonto ist nicht übertragbar und darf nur von der Person genutzt werden, die sich registriert hat. Insbesondere Gebote dürfen nur von der Person abgegeben werden, die sich als Nutzer registriert hat. Registrierte Nutzer erhalten ein Passwort. Jeder Nutzer ist verpflichtet, das Passwort geheim zu halten.

(8)    Es ist verboten, durch Verwendung mehrerer Nutzerkonten oder im Zusammenwirken mit anderen Nutzern die auf der Online-Auktionsplattform durchgeführten Auktionen zu manipulieren. 

(9)    Der Nutzer hält seine Zugangsdaten, insbesondere sein Kennwort geheim, schützt diese vor der Kenntniserlangung und dem Zugriff durch Dritte und gibt diese nicht an unberechtigte Personen weiter. 


2.    Ablauf der Versteigerung

(1)    Die jeweilige Internetversteigerung beginnt mit einer von ZAP auf der Plattform in das Internet gestellten Offerte. Diese ist eine auf den Abschluss eines Kaufvertrages gerichtete Willenserklärung des Ausstellers. In der Offerte wird zugleich die Bietungszeit durch die Angabe „Auktionsende“ festgelegt. Diese Offerte kann nicht durch einfaches "ja" angenommen werden, sondern es handelt sich um eine vorweg erklärte Annahme des Höchstgebotes. Angenommen wird nur dasjenige Höchstgebot, dass innerhalb der genannten Bietungszeit von einem Bieter wirksam nach den Bedingungen dieser AGB abgegeben wird.

(2)    Gebote können ausschließlich nur über die auf der Plattform installierte Maske für registrierte Bieter und nur online abgegeben werden. Gebote, die auf andere Weise abgegeben werden, werden nicht berücksichtigt, auch wenn sie ZAP während der Bietzeit zugehen. Gebote, bei denen der Bieter nicht erklärt hat, dass er mit der Geltung dieser AGB für sein konkretes Gebot einverstanden ist und die Widerrufsbelehrung zur Kenntnis genommen hat, werden ebenfalls nicht akzeptiert. 

(3)    Vor Abgabe eines Gebotes wird der Inhalt des Gebotes samt den Kundendaten auf einer Übersichtsseite zusammengefasst. Der Bieter kann dort sein Gebot über die vorgesehenen Änderungsfelder korrigieren. Mit dem Anklicken des Button „Gebot abgeben“ gibt der Bieter ein verbindliches Gebot zum Abschluss eines Kaufvertrages ab. Jedes Gebot eines jeden Bieters wird auflösend bedingt durch die Abgabe eines höheren Gebotes abgegeben. Der jeweilige Bieter ist bis zum Ende der Bietzeit an das abgegebene Gebot gebunden. Gebote, die unter dem Mindestgebot liegen, nehmen an der Versteigerung nicht teil, auch wenn kein höheres Gebot bis zum Ende Versteigerung zugeht. Der Kaufvertrag über das versteigerte Pferd kommt ohne gesonderten Zuschlag durch das wirksam abgegebene Höchstgebot des registrierten Bieters (Nutzers oder Kunden) am Ende der Bietzeit zustande.

(4)    Ein wirksames Gebot muss dem Mindestgebot entsprechen und mindestens einen Bietungsschritt über dem Gebot des Vorbieters liegen. Der Bietungsschritt variiert bei den in die Auktion eingestellten Pferden zwischen 50,00 und 1.000,00 €. Es wird ausschließlich in Euro (€) geboten. Der für die jeweilige Offerte zwingende Bietungsschritte ist direkt der Offerte zu entnehmen. Der Bieter wird über E-Mail oder auf andere geeignete Weise auf der Internetplattform darüber unterrichtet, dass sein Gebot akzeptiert wird und ebenso, wenn er überboten worden ist. Alle angegebenen Gebote verstehen sich zzgl. der jeweils geltenden Umsatzsteuer.

(5)    Mit Eingabe eines Höchstgebots ist der Bieter rechtlich daran gebunden und muss diesen Betrag und allfällige Steuern bezahlen, wenn er den Zuschlag erhält.

(6)    Die eingehenden Gebote werden nach deren zeitlichen Eingang priorisiert. Sollte ein Zuschlagspreis auf mehrere identische Gebote zutreffen, so erhält den Zuschlag das zeitlich erste eingetroffene Gebot.

(7)    Es ist Aufgabe des jeweiligen Bieters, den Status seiner eigenen Gebote und den Verlauf der Online-Auktion zu verfolgen und zu entscheiden, ob und bis zu welcher Höhe er weiterbieten möchte. Wer durch einen anderen Bieter mit einem höheren geheimen Höchstgebot überboten worden ist, muss ein neues, höheres, Höchstgebot festlegen, um für das jeweilige Pferd weiterbieten zu können. In diesem Fall ersetzt das neue Höchstgebot bzw. Gebot alle vorigen Gebote, die dieser Bieter für das Pferd abgegeben hat. Ist das Höchstgebot eines neuen Bieters genau gleich hoch wie dasjenige eines Bieters, der sein Höchstgebot davor abgegeben hat, wird dieser frühere Bieter als Meistbietender geführt und erhält den Zuschlag, sofern er nicht mehr überboten wird und der Mindestpreis erreicht wurde.

(8)    Die Startzeit des Finales der Online-Auktion (Bid Up), wird durch einen Countdown über die gesamte Auktionszeit im oberen Bereich der Webseite angezeigt. Bleibt die Zeit bei 00 Tagen 00:00:00 stehen, startet automatisch das sogenannte Bid Up. Das Auktionsende eines jeden Lot wird entsprechend den Auktionsbedingungen um 3 bzw. 5 Minuten vom vorhergehenden Lot nach hinten versetzt. Beispiel: Startet das Bid Up mit Lot 1 um 20:00 Uhr, Ist die Startzeit für Lot 2 um 20:03 Uhr. In den letzten 3 Minuten vor dem endgültigen Ende der Auktion eines Lots, verlängert jede Bietaktivität den Countdown-Zeitgeber um weitere 3 Minuten. Mit anderen Worten: wird ein Gebot abgegeben, wenn nur noch 35 Sekunden zur Verfügung stehen, wird der Zeitgeber auf 3 Minuten und 00 Sekunden gesetzt. Kommt während dieser Zeit kein weiteres Gebot, endet die Auktion und der Zuschlagspreis wird im Bid Board angezeigt. Eine Verlängerung der Abschlusszeit für ein vorhergehendes Lot, führt nicht zur Verlängerung für das nachfolgende Lot.

(9)    Unterrichtung vom Vertragsschluss: Derjenige Bieter, der am Ende der Versteigerung das höchste wirksame Gebot abgegeben hat, wird hierüber per E-Mail oder auf andere Weise auf einem dauerhaften Datenträger in Textform benachrichtigt. Der Zugang der Benachrichtigung ist die Bestätigung des bereits abgeschlossenen Kaufvertrages und nicht zusätzliche Voraussetzung für dessen Zustandekommen. Bieter, die nicht das Höchstgebot abgegeben haben, erhalten keine Benachrichtigung. Das Höchstgebot wird lediglich anonym auf der Plattform unverzüglich nach Ablauf der Bietungszeit genannt. 

(10)    Wenn der Käufer bei Auktionsende durch sein Gebot Höchstbietender gemäß den Auktionsbedingungen geworden ist, ist zwischen Käufer und Verkäufer ein Vertrag zustande gekommen. Der Käufer ist verpflichtet, das Pferd zu übernehmen und den vereinbarten Kaufpreis zu bezahlen. Es wird auf die sonstigen Bestimmungen über die Haftung und Pflichten sowie zum Rücktrittsrecht in den Auktionsbedingungen verwiesen.

(11)    ZAP ist nach deren Ermessen berechtigt, registrierte Bieter für einzelne Auktionen einzelner Objekte oder für eine bestimmte Zeit oder generell zu sperren und damit beschränkt oder unbeschränkt aus der Berechtigung an der Teilnahme von Auktionen auszuschließen. Dies ist nur zulässig, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, aus dem sich ergibt, dass für ZAP das Fortbestehen eines Rechtsverhältnisses zu der gesperrten Person nicht mehr zumutbar ist.

(12)    ZAP kann eine Auktion jederzeit vor Ende der Bietzeit abbrechen, wenn sie dies bei Vorliegen eines sachlichen Grundes nach billigem Ermessen entscheidet. Bei Systemausfällen auf Grund technischer Gegebenheiten ist ZAP ebenfalls berechtigt, die Auktion abzubrechen, insoweit behält sich ZAP ausdrücklich den Widerruf der jeweiligen in das Internet gestellten Offerte vor. Die Entscheidung über den Abbruch wird auf der Internet-Plattform unter schlagwortartiger Angabe des Grundes mitgeteilt. Die bereits abgegebenen Gebote erlöschen mit der Mitteilung ersatzlos. Dieser Vorbehalt zum Widerruf des Angebotes auf Verkauf an den Höchstbietenden erlischt bei einer entsprechend der Ankündigung durchgeführten und mit Ablauf der Bietzeit beendeten Auktion mit Ende der Auktion, ohne dass es einer gesonderten Erklärung von ZAP bedarf. Schadensersatzansprüche von Bietern bei technischen Problemen der Abwicklung der Internet-Auktion, insbesondere bei Systemausfällen, Nichtzugang von Geboten oder deren Zurückweisung aus technischen Gründen sind ausgeschlossen.

(13)    Falls Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlages entstehen, kann das Angebot wieder aufgenommen und fortgesetzt werden. Die Anmeldung von Zweifeln über die Gültigkeit des Zuschlags hat spätestens bis zum endgültigen Zuschlag des letzten Pferdes der Auktion zu erfolgen. Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlags können nur Bieter des entsprechenden Pferdes, ZAP anmelden. Im Streitfall entscheidet ZAP. 

C.    Versteigerungsobjekt

(1)    Die auf der Plattform zur Versteigerung eingestellten Pferde werden mit folgenden Angaben zur Abstammung, Alter, Geschlecht und Farbe angeboten. Die Kurzinformationen werden von den Ausstellern, sowie den Zuchtdaten entnommen. Die Erfolge beziehen sich, wenn nicht anderes beschrieben auf Österreich. Es wird keine Garantie für die Zuchttauglichkeit, sowie die Richtigkeit der Angaben und Erklärungen der Aussteller, sowie der Teilnehmer übernommen. 

(2)    Die in die Internetauktion eingestellten Pferde sind zur Vorbereitung auf die Internetauktion klinisch untersucht worden. Darüber hinaus sind alle zweijährigen und älteren Pferde geröntgt worden. Es wurden hierbei Röntgenaufnahmen folgender Standardprojektionen angefertigt:

-    Zehe vorne beidseits 90°, Huf vorne beiderseits 90° und Huf vorne beidseits 0° nach Oxspring
-    Zehe hinten beidseits 90°, Sprunggelenk beidseits 0°, ca. 45°, ca. 135°
-    Knie beidseits ca. 90° und 180°

Über die vorgenommene klinische Untersuchung ist ein tierärztliches Untersuchungsprotokoll erstellt worden, das von den registrierten Kunden über einen Link bei dem in die Versteigerung eingestellten Pferd eingesehen werden kann. Punkt C. (2) gilt nicht für Fohlen. 

(3)    Dem Bieter wird empfohlen, sich das tierärztliche Untersuchungsprotokoll auf seine eigenen Kosten von einem eigenen Tierarzt interpretieren zu lassen. Dieser kann die Röntgenbilder von dem herstellenden Tierarzt auf Kosten des Bieters anfordern. Dem Bieter wird dringend empfohlen, von dieser Möglichkeit der Unterrichtung über den gesundheitlichen Zustand des jeweiligen Pferdes im eigenen Interesse Gebrauch zu machen. Er kann kein Gebot abgeben, solange er nicht erklärt hat, dass er den Hinweis auf die Möglichkeit der Einsichtnahme in die angefertigten Untersuchungsunterlagen zur klinischen Untersuchung und in die Röntgenbilder erhalten hat. Das Ergebnis in Form objektiver Befunderhebung des sich ausschließlich auf die klinische Untersuchung beziehenden schriftlich erstellten und einsehbaren Untersuchungsprotokolls sowie der auf den Röntgenbildern ersichtliche Zustand ist eine Beschreibung der gesundheitlichen Verfassung des in die Internetauktion eingestellten Pferdes, stellt aber keine Vereinbarung bzw. Zusicherung betreffend die Beschaffenheit des Pferdes dar.

(4)    Der Standort des Pferdes zum Zeitpunkt nach der Beendigung der Internetauktion ist beim Aussteller. 


D.    Preise und Zahlungsbedingungen 

(1)    Die Zuschlagspreise sind Nettopreise. Alle angegebenen Preise und Gebote verstehen sich daher zzgl. der jeweils geltenden Umsatzsteuer. Diese wird auf den Rechnungen gesondert ausgewiesen. Die Umsatzsteuer wird vom Zuschlagspreis erhoben und beträgt je nach Veranlagung des Ausstellers 0 % (Privatverkauf), 13 % (pauschalierender Landwirt) oder 20 % (zum Gewerbebetrieb optierender Landwirt). Der entsprechende Umsatzsteuersatz wird in den veröffentlichten Daten auf der Auktionsseite bei dem jeweiligen Pferd hinter den Namen des Ausstellers ausgewiesen. Die Angabe der Umsatzsteuer erfolgt nach Mitteilung durch den Aussteller, wobei für diese Richtigkeit von ZAP keine Haftung übernommen wird. 

(2)    ZAP erhebt für ihre Vermittlung sowohl vom Bieter als auch vom Austeller eine Auktionsgebühr in Höhe von 6,5 % des Zuschlagspreises zzgl. der geltenden Umsatzsteuer.

(3)    Der Aussteller hat ein Tierarztgutachten, wie von der Hagelversicherung gefordert, auf seine Kosten anfertigen zu lassen. Vorlagen des Gutachtens werden bei der Anmeldung des Fohlens zur Online-Auktion versandt. Die Kosten für die Versicherung (2% des Zuschlagspreises) übernimmt die ZAP für den Aussteller.

(4)    Der Abrechnungsbetrag an den Bieter wird daher wie folgt berechnet:

Zuschlagspreis (netto)
+ Umsatzsteuer (je nach Satz des Verkäufers 0, 13% oder 20%)
= Bruttobetrag (Verkaufspreis) - Zwischensumme
+ Auktionsgebühr in der Höhe von 6,5% des Zuschlagspreises (netto) 
+ 0% Umsatzsteuer (USt-befreit gem. §§ 2,12 UStG)
= Abrechnungsbetrag - Endsumme

(5)    Mit der Bestätigung des Kaufvertragsabschlusses erhält der Bieter die Rechnung mit Angabe des Preises und der Umsatzsteuer. Der Abzug von Skonto ist unzulässig.

(6)    Der Kaufpreis ist sofort und ohne Abzug bei Bestätigung des Kaufvertragsabschlusses fällig. Es gelten die gesetzlichen Regeln betreffend die Folgen des Zahlungsverzugs. Die Übergabe des ersteigerten Pferdes an den Erwerber oder an den Beförderer erfolgt erst nach Zahlung des Kaufpreises. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch bei fristgerechter Zahlung zusätzliche Standkosten anfallen können. 

E.     Erfüllungsort / Gefahrübergang / Eigentumsübergang

(1)    Die Gefahr geht mit Ende der online-Auktion auf den Käufer über, auch wenn das Pferd zunächst noch im Gewahrsam des Veranstalters oder Ausstellers verbleibt. 

(2)    Die ersteigerten Pferde stehen im Pferdezentrum Stadl-Paura zur Abholung bereit. Es können gesondert auch Vereinbarungen mit dem Aussteller getroffen werden, dass die Pferde direkt beim Aussteller abgeholt werden können und die Übergabe direkt beim Aussteller erfolgt. Eine diesbezügliche Vereinbarung bedarf der Zustimmung von ZAP. 

(3)    Sollte ein Fohlen Verkaufsobjekt sein, steht dieses im Pferdezentrum Stadl-Paura zur Abholung bereit, sobald das Absetzen vom Muttertier erlaubt ist. 

(4)    Erfolgt die Abholung nicht am vereinbarten Tag der Übergabe, so kann das Pferd/Fohlen bis zur Abholung auf Kosten und Risiko des Käufers in den Stallungen am Standort in Stadl-Paura untergebracht werden. Mangels Zahlung ist der Käufer dem Aussteller und ZAP gegenüber für jeden aus dem Zahlungsverzug entstehenden Schaden schadenersatzpflichtig. Der Equidenpass steht dem Käufer erst nach Eigentumsübergang zu.

(5)    Der Käufer befindet sich im Zahlungsverzug, sollte der Abrechnungsbetrag nicht innerhalb 7 Werktagen (einschließlich Samstag) nach dem Zuschlag am Konto von ZAP eingelangt sein. Der Aussteller ist berechtigt, vom Kaufvertrag zurückzutreten und das Pferd anderweitig zu veräußern, wenn sich der Käufer im Zahlungsverzug befindet. ZAP ist in diesem Falle berechtigt, das Pferd anderweitig zu vermitteln. Der Erstkäufer haftet hierbei für einen etwaigen Mindererlös und ist dem Aussteller und auch ZAP gegenüber schadenersatzpflichtig. 

(6)    Das Eigentum an den versteigerten Pferden geht erst nach vollständiger Bezahlung des Kaufpreises nebst Auktionsgebühr und Mehrwertsteuer auf den Erwerber über. Die Eigentumsübertragung bleibt bis zur Zahlung sämtlicher fälliger Forderungen aus der Geschäftsbeziehung vorbehalten. Vor Eigentumsübergang ist eine Verpfändung, Sicherungsübereignung, Verarbeitung oder Umgestaltung ohne Zustimmung des Veranstalters bzw. Verkäufers nicht gestattet.


F.    Haftung des Verkäufers

(1)    Der Aussteller haftet als Verkäufer für nachfolgend beschriebene und vereinbarte Beschaffenheit des Pferdes zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs:

-    Für die auf der Auktionsseite erfolgten Angaben zur Abstammung und zum Alter, sowie Geschlecht und Farbe
-    die körperliche Verfassung, wie sie dokumentiert ist:
-    Zehe vorne beidseits 90°, Huf vorne beiderseits 90° und Huf vorne beidseits 0° nach Oxspring
-    Zehe hinten beidseits 90°, Sprunggelenk beidseits 0°, ca. 45°, ca. 135°
-    Knie beidseits ca. 90° und 180°
-    für die Beschreibung im Protokoll der klinischen Untersuchung durch die Fachtierärzte lt. Punkt C dieser AGB. Über dieses Protokoll hinausgehende schriftliche oder mündliche Erklärungen des Tierarztes oder sonstiger Personen führen nicht zur Haftung des Ausstellers.

(2)    Der Verkäufer haftet weiters dafür, dass alle in der Auktion gemachten Angaben zum Pferd richtig und wahrheitsgemäß sind und das Pferd nicht mit versteckten Mängeln behaftet ist. Der Verkäufer haftet weiters dafür, dass er rechtmäßiger Eigentümer des Pferdes ist und dass keine Rechte Dritter existieren, die den Verkauf einschränken oder verhindern. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen

(3)    Sofern der Käufer feststellt, dass zwischen dem erworbenen Pferd und der Beschreibung des Verkäufers ein erheblicher Unterschied besteht, hat der Käufer das Recht, einen angemessenen Abschlag vom Preis zu verlangen, oder aber, sofern es sich um wesentliche Mängel oder bedungene Eigenschaften handelt, das Recht, vom Vertrag zurückzutreten. Auf die Bestimmungen der Paragrafen 922 ff ABGB wird hingewiesen. Ist der Kaufvertrag für beide Teile ein unternehmensbezogenes Geschäft, so hat der Käufer den behaupteten Mangel unverzüglich anzuzeigen.

(4)    Die Preis-und Leistungsgefahr geht bei Übergabe des Pferdes vom Verkäufer auf den Käufer über.

G.    Haftung von ZAP

(1)    Im Zusammenhang mit dem Erwerb der angebotenen Pferde steht ZAP in keinem Vertragsverhältnis zum Bieter. Das Vertragsverhältnis zwischen Bieter und ZAP bezieht sich lediglich auf die Nutzung der gegenständlichen Auktionsplattform. Kaufverträge kommen sohin zwischen Verkäufer/Aussteller und Käufer zustande. ZAP übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Echtheit, Vollständigkeit oder Rechtmäßigkeit der Angebote, hiefür sind die Vertragspartner verantwortlich. 

(2)    ZAP leistet keine Gewährleistung für die über die Auktionsplattform verkauften Pferde. Jede Haftung von ZAP und ihrer Vertreter oder Erfüllungsgehilfen für direkte oder indirekte Schäden, welche im Zusammenhang mit der Nutzung der Auktionsplattform entstehen, wird zur Gänze abgelehnt, da ZAP nicht Vertragspartner des Verkaufes wird. Eine allfällige Haftung wird auf Vorsatz und grober Fahrlässigkeit beschränkt, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Jedenfalls haftet ZAP für nicht mittelbare Schäden, insbesondere nicht für entgangenem Gewinn. Die Haftungsbeschränkung gilt sowohl in Bezug auf die Organe als auch auf die Hilfspersonen und Erfüllungsgehilfen, Aussteller und Käufer. 

(3)    Der Aussteller und der Käufer, verpflichten sich, ZAP von sämtlichen Ansprüchen Dritter schad-und klaglos zu halten, die andere Benutzer oder sonstige Dritte gegenüber ZAP wegen Verletzung ihrer Rechte durch die eingestellten Angebote und Inhalte, des Auktionsverfahrens, des Vertragsabschlusses und des Vertragsinhaltes oder wegen einer sonstigen Nutzung der Websites von ZAP geltend machen.

(4)    ZAP hat keinen Einfluss auf die Webseiten, auf die verlinkt wird. ZAP übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Echtheit, Vollständigkeit, Sicherheit oder Qualität der dort auffindbaren Informationen und distanziert sich ausdrücklich von allen Inhalten solcher Seiten, die gesetzlichen Bestimmungen widersprechen. Dies gilt auch für alle Inhalte der Seiten, zu denen diese Links führen.

(5)    Bei Streitigkeiten zwischen Käufer und Verkäufer richten sich die Rechtsfolgen nach österreichischem Recht.

H.    Änderungen

(1)    ZAP behält sich Änderungen im Ablauf der online-Auktionen vor. Sollten Änderungen erfolgen, werden diese zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Im Falle der Nichtdurchführbarkeit der online-Auktion aus welchen Gründen auch immer, die ZAP nicht zu vertreten hat (behördliches Verbot oder Ähnliches), wird für daraus entstehende Schäden, welche Art auch immer, nicht gehaftet. Bereits erbrachte Leistungen von ZAP sind zu bezahlen bzw. werden nicht erstattet.

(2)    ZAP behält sich das Recht vor, die online-Auktionsbedingungen für die Zukunft zu ändern oder zu ergänzen. Auf etwaige Änderungen oder Ergänzungen dieser Bedingungen während laufender Auktionen werden die zugelassenen Bieter per E-Mail gesondert hingewiesen. Die geänderten bzw. ergänzten Bedingungen finden erst Anwendung, wenn der Bieter nach Erhalt des Hinweises erneut ein Gebot abgibt und damit der Änderung konkludent zustimmt.

I.    Gerichtstand / Salvatorische Klausel

(1)    Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen unterliegen unter Ausschluss der Kollisionsnormen dem österreichischen Recht. Das UN-Kaufrecht wird ausgeschlossen. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist das Landesgericht Wels.

(2)    Sollten einzelne Regelungen oder Teile der Bedingungen unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Regeln nicht berührt.

J.    Datenschutz

(1)    ZAP erhebt und speichert die für die Geschäftsabwicklung notwendigen Daten der Kunden. Bei der Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Kunden beachtet ZAP die gesetzlichen Bestimmungen. Der Kunde erhält auf Anforderung jederzeit Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten.

K.    Widerruf und Rücktrittsrecht

(1)    Verbraucher haben bei Vertragsabschluss mit einem Unternehmer im Sinne des § 1 KSchG das Recht, gem. den §§ 3f KSchG ohne Angabe von Gründen den Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt eine Woche vom Tag des Vertragsabschlusses an. Um das Widerrufsrecht auszuüben, muß der Verbraucher den Unternehmer und ZAP mittels einer schriftlichen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass der Verbraucher die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden und beginnt die Frist frühestens mit dem Erhalt dieser Erklärung.

(2)    Wenn Sie diesen Vertrag wirksam widerrufen, hat der Verkäufer gem. § 4 KSchG dem Käufer alle empfangenen Leistungen samt gesetzlicher Zinsen vom Empfangstag an zurückzuzahlen, und den vom Verbraucher für das Pferd gemachten notwendigen und nützlichen Aufwand zu ersetzen. Der Verbraucher hat die empfangenen Leistungen zurückzustellen und dem Unternehmer ein angemessenes Entgelt für die Benützung, einschließlich einer Entschädigung für eine damit verbundene Minderung des gemeinen Wertes der Leistung zu zahlen. Ist die Rückstellung der vom Unternehmer bereits erbrachten Leistungen unmöglich oder untunlich, so hat der Verbraucher dem Unternehmer deren Wert zu vergüten, soweit sie ihm zum klaren und überwiegenden Vorteil gereichen. Schadenersatzansprüche bleiben davon unberührt.

(3)    Hat der Verbraucher verlangt, dass die Dienstleistungen, wie Unterstellen des Pferdes etc. während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so hat der Verbraucher auch hiefür einen angemessenen Betrag zu zahlen.